In Limbo – eine Reise ins Herz der vernetzten Gedankenwelt

 

Wenn man Frank Schirrmachers 2009 erschienenes Buch Payback liest (was ich gerade tue), kann man schon mal Angst vor unserer Gegenwart und Zukunft bekommen. Gedächtnisverlust, Zerstreutheit und Computer, die beinahe ein Eigenleben fühlen – der 2013 verstorbene Journalist war offenbar kein Fan von der zunehmenden Vernetzung, dem Teilen von Bildern, Videos und Gedanken und der Informationsbeschaffung und -verarbeitung in Echtzeit.

Dagegen hilft vielleicht die interaktive Web-Dokumentation In Limbo von Arte. Sie versucht zu ergründen, „was aus unserem individuellen und kollektiven Bewusstsein in Zeiten des Internets wird.“. Am Anfang wird man aufgefordert, den Zugriff auf seine Sozialen Netzwerke, Gmail Account und Webcam freizugeben (Daten würden nach der „Experience“ sofort gelöscht, verspricht die Anwendung). Dann taucht man in eine 30 minütige mehr oder weniger interaktive Dokumentation ein, die Big Data und das unendliche Erinnerungsvermögen der Computer als Religion des 21. Jahrhunderts stilisiert. Für mich ein willkommender „Techno-Optimismus“ nach Schirrmachers „Techno-Pessimissmus“. Wer von beiden Recht hat, kann jeder selbst entscheiden. Auf jeden Fall ist „In Limbo“ eine gelungene Web-Doku, die man sich gut mal angucken kann.

Zur Web-Doku In Limbo

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