Raum & Zeit: 10 sehenswerte Indie Sci-Fi-Filme

Heute habe ich gelernt, dass die NASA an einem Warp-Antrieb arbeitet, der er Raumschiffen ermöglichen würde schneller als das Licht zu reisen, indem es innerhalb sogenannter Warp-Bubbles den Raum krümmt. Ist das nicht unfassbar geil! Allein das solche Science-Fiction Ideen von der NASA überhaupt ernsthaft verfolgt werden – erstmal egal ob das wirklich möglich ist.

Und mit Zeitreisen, Zukunftsvisionen, Weltraumreisen und (Post-)Apokalypsen bekommt man mich in der Regel eigentlich immer. Daher kommt mir der seit Jahren anhaltende Sci-Fi Trend in Hollywood eigentlich sehr entgegen.

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Design Raumschiff mit Warp-Antrieb ©Mark Rademaker/NASA

 

Abseits von Adaptionen von phantastischer YA-Literatur (Hunger Games, Divergent, Moral Instruments), Marvel-Blockbustern und Sci-Fi-Actionern (Looper, Oblivion, Elysium, Edge of Tomorrow), wird man allerdings genauso oft fündig. Filme mit einem niedrigeren Budget wie Moon, Sunshine, Monsters und The Road sind nicht umsonst hochgelobt und gehören zu meinen liebsten Filmen.

Es folgen 10 Independent Science Fiction Filme, die man sich ruhig mal angucken kann.

The Quiet Earth (1985)

In a Nutshell: Ein Mann erwacht eines Morgens und muss feststellen, dass alle Menschen verschwunden sind und er der einzig Verbliebene ist.

Sehenswert weil: The Quiet Earth ist kein großer Klassiker, aber dennoch ein spannendes, verrücktes und oft philosophisches Genre-Abenteuer aus Neuseeland. Er liefert genau das, was man sich von so einer Geschichte wünscht: Plötzliches Verschwinden aller Menschen, ein Normalo-Held, der sein neues Leben ordnen muss, und eine gute Portion Mystery. Das Ende ist ein bisschen überkandidelt, aber hey, das waren die 80er.

The Man From Earth (2007)

In a Nutshell: Der Abschied von Johns wissenschaftlichen Kollegen entwickelt sich zu einer hitzigen Diskussion, als John behauptet, er würde nicht altern und schon seit Tausenden Jahren auf der Erde leben.

Sehenswert weil: Das tolle an The Man From Earth ist, dass er 87 Minuten lang nichts weiter zeigt als Wissenschaftlern, die über die Behauptung ihren Kollegen, er würde schon seit 14.000 Jahren auf der Erde leben, diskutieren. Es ist ein tolles Gedankenexperiment, wirft philosophische, biologische und psychologische Fragen auf und beantwortet sie auf faszinierend plausible Weise.

Safety Not Guaranteed (2012)

In a Nutshell: Drei Journalisten folgen einer Zeitungsanzeige, in der ein Mann einen Gefährten für eine gefährliche Zeitreise sucht.

Sehenswert weil:  Safety Not Guaranteed hakt zuverlässig alle Punkte auf der Hipster-Indiefilm-Klischeeliste ab und lässt sie mit einem coolen Sci-Fi Idee verschmelzen. Ich mag ja sowas. Außerdem hat er Aubrey Plaza und Jake Johnson. Mein Serien-, Indie- und Sci-Fi-Herz geht auf.

FAQ About Time Travel (2009)

In a Nutshell: Drei Nerds diskutieren Zeitreise-Theorien und Filme in einem Pub, als sie plötzlich selbst in eine Zeitschleife geraten.

Sehenswert weil: FAQ About Time Travel ist eine witzige, clevere und grundsympathische Sciencefiction Komödie. An einer Stelle stehen alle drei Nerds am Pissoir und singen Total Eclipse Of The Heart und tänzeln in der Toilette eines Pubs herum, um eine Zeitreise auszulösen. „Holy shit. I will take your time traveling hottie and raise you a pub full of dead bodies.“

Triangle (2009)

In a Nutshell: Ein Unwetter überrascht Freunde auf einem Segeltrip und katapultiert sie direkt in eine Zeitschleife hinein

Sehenswert weil: Triangel sollte man am besten sehen ohne auch nur irgendetwas über den Film zu wissen. jede Zeile ist schon eine Zeile zu viel. Es ist ein wahrer Film der Kategorie Mindfuck. Was wie ein Film über ein Geisterschiff beginnt, entwickelt sich zu etwas komplett anderem. Die Schauspieler und Dialoge sind ab und an ein bisschen hölzern, die Handlung bügelt das aber ganz gut aus.

Pontypool (2008)

In a Nutshell: Eine Kleinstadt in Kanada wird von einem Zombie-Virus infiziert, der sich über ungewöhnliche Wege verbreitet.

Sehenswert weil: Ein keiner Radiosender in der kanadischen Stadt Pontypool ist der Schauplatz dieses abgedrehten Zombie-Films. Atmosphärisch und gut gespielt, hielt er mich von Anfang bis Ende bei der Stange. Besonders der – wie soll ich sagen – Twist hat mich als Sprachfetischist besonders begeistert.

The History of Future Folk (2012)

In a Nutshell: Ein Außerirdischer beginnt eine Karriere als Folk-Sänger und muss nebenbei versuchen seinen Heimatplaneten und die Erde zu retten.

Sehenswert weil: Die Band Future Folk gibt es tatsächlich. In The History of Future Folk geben sie sich selbst eine (wahrscheinlich etwas übertriebene) Band-Geschichte, die witzig, clever und einfach herzerwärmend ist. Super Soundtrack inklusive.

It’s a Disaster (2012)

In a Nutshell: Vier Paare haben ihren traditionellen Sonntags-Brunch, als draußen die Apokalypse losbricht.

Sehenswert weil: It’s a Disaster ist eine Indie-Beziehungsdramödie vor dem Hintergrund einer zu Grunde gehenden Welt. Keinesfalls ein Meisterwerk, aber die Dialoge, der enge Raum, auf dem die 8 Personen eingesperrt sind, und die Tatsache, das die Charaktere ziemlich realistisch auf reagieren, machen It’s a Disaster für mich zum perfekten Film für einen gemütlichen DVD-Abend.

Europa Report (2013)

In a Nutshell: Eine Weltraum-Mission macht sich auf den Weg um den Jupitermond Europa zu untersuchen.

Sehenswert weil: Auf das Found Footage Format muss man sich erst einmal einlassen, dann wird Europa Report aber zu einem realistischen, atmosphärischen und spannenden Weltraum-Mysteryfilm. Man sollte allerdings keine große Action oder Twist erwarten. Europa Report ist ein schöner Entdeckerfilm auf dem unwegsamen und mysteriösen Boden des Eismonds Europa.

Perfect Sense (2011)

In a Nutshell: Ein Koch und eine Wissenschaftlerin verlieben sich, als eine Epidemie die Menschen ihrer Sinne beraubt.

Sehenswert weil: Perfect Sense hat ein fantastische Idee – Was wäre wenn ein Virus den Menschen nach uns nach ihrer Sinne beraubt? Im Chaos des schwindenden Geruchs-, Gehör-, Geschmacks- und Sehsinns erzählt der Film eine Liebesgeschichte zwischen einem Koch (stellt euch einen Koch ohne Geruchs- und Geschmackssinn vor) und einer Wissenschaftlerin (die machtlos gegen die Epidemie kämpft). Mit Eva Green und Ewan McGregor hat Perfekt Sense auch eine tolle Besetzung.


Welche Indie-Sci-Fi-Filme könnt ihr empfehlen?

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8 responses to “Raum & Zeit: 10 sehenswerte Indie Sci-Fi-Filme”

  1. Micha says :

    Wirklich vielen vielen Dank für diese Tipps.

  2. Miss Booleana says :

    Oh, da sind einige dabei, die schon lange auf meiner Watchliste stehen (u.a. Perfect Sense), welche die ich schon kenne (Man from Earth u.a.) und welche, auf die du mich erst aufmerksam gemacht hast. 😀 Cool.

  3. greifenklaue says :

    Ha, ich kenne immerhin einen: Pontypool. Der ist wirklich gut, wenn ich ihn auch nicht unbedingt in SciFi einordnen würde. Ich vermute aber mal, dass Du Filme von Fantasy- und SciFi-festivals genommen hast, ohne es zu untergliedern. Der Rest kommt mal auf die Tipp-Liste! Danke!

  4. Der Kinogänger says :

    Schöne Aufstellung. „Pontypool“, „Quiet Earth“ und „Europa Report“ fand ich ebenfalls gut, „Triangle“ ist für mich dagegen eher ein Haß-Film – zu viele Logikfehler und zu offensichtliche „ich will ein richtig außergewöhnlicher Film sein“-Allüren. Den Rest muß ich mir erst noch irgendwann zu Gemüte führen („Perfect Sense“ habe ich beim Fantasy Filmfest leider verpaßt) …

  5. bullion says :

    Da sind ein paar tolle Filme dabei, die spontan mein Interesse wecken – danke dafür 🙂

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  1. Zehn sehenswerte Science-Fiction-Filme | Blauer Bote Magazin - September 24, 2014
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