Prokrastinations-Guide #1

Prüfungszeiträume sind schon sowas wie kleine fiese Steinchen im Zahnrad eines gutlaufenden Blogs (und ironischerweise auch gutlaufender Prüfungen). Deswegen hab ich in den letzten Wochen irgendwie keine Zeit gefunden, neue Sachen hier reinzuschreiben. Das hole ich am besten nach, indem ich auch anderen Leuten ans Herz lege, ihre Prüfungszeit mit unnützen Dingen zu füllen. Glück für euch, wenn ihr schon alle Prüfungen geschrieben habt, überhaupt keine Studenten seid oder eh den ganzen Tag nach Ablenkung vom Nicht-Lernen sucht. In ungeordnter Reihenfolge folgen nun ein paar Dinge, die ihr gesehen/getan/gespielt haben müsst, bevor ihr die wichtigen Dinge des Lebens angehen könnt. Nennt es den Prokratinations-Guide #1.

Spiele spielen – Flappy Bird

Flappy Bird ist ein Spiel für Android oder IOS und basiert darauf, wiederholt mit dem Finger auf den Bildschirm zu tippen, um spätestens nach 10 Sekunden „verfluchte Kackscheiße“ rufend, das mobilde Endgerät gen Wand zu schmeißen. Naja, so schlimm ist es nicht. Es gibt eine sehr steile Lernkurve. Im Prinzip muss man nur mit dem Vogel durch Super Mario’eske Röhren durchfliegen. Jede Hürde gibt einen Punkt. Ich bin inzwischen bei 38 Punkten und verdammt stolz darauf. Ich habe auch hart dafür trainiert.

FlappyBird
Alte Serien ausgraben – An Idiot Abroad

Statt die Hausarbeit weiterzuschreiben, kann man auch genauso gut alte Serien ausgraben die man a) schon immer mal sehen wollte oder b) lange nicht mehr gesehen hat. Für mich fällt in die erste Kategorie das geniale Reise/Comedy/Peronality-Format An Idiot Abroad von Ricky Gervais, Stephen Merchant und dem großartigen Karl Pilkington. Wer Schulz in the Box mit Olli Schulz gesehen hat (wenn nicht, nachholen), wird An Idiot Abroad lieben und andersherum. Die Idee ist in beiden Sendungen ungefähr die gleiche. Olli und Karl sind aber im Endeffekt so unterschiedliche Persönlichkeiten, dass sich beide Formate dann doch sehr unterschieden.

Karl Pilkington ist ein einfacher kleiner Engländer, den es eigentlich gar nicht geben dürfte. Ich bin mir nie sicher ob seine kleinkarierte Naivität gepaart mit den lustigsten, treffendsten und oft genialsten Beobachtungen real ist. Aber dieser Orangen-köpfige Typ scheint tatsächlich authentisch zu sein.In jeder Folge wird er von Ricky und Stephen in ein anderes Land der Welt geschickt, in das er gar nicht möchte. Überhaupt könnte das Konzept „Verreisen“ nicht weiter außerhalb Karls Komfort-Zone liegen. Unbedingte Seh-Empfehlung!

Neue Serien entdecken – Sleepy Hollow

Auf ProSieben startet heute (05.02.2014) Abend die Fox-Serie Sleepy Hollow. Mit Washington Irvings Geschichte oder gar Tim Burtons Gothic-Märchen hat die Serie aber nur noch wenig zu tun. Ichabod Crane, seines Zeichens Soldat unter General George Washington, wird bei einer Mission getötet. 232 Jahre später erwacht er im modernen Sleepy Hollow (inklusive Starbucks). Doch mit ihm erwacht auch der Kopflose Reiter, der sich als einer der 12 apokalyptischen Reiter entpuppt. Verwirrt von all der modernen Technik freundet sich Crane mit der Polizistin Abby Mills an, um in den folgenden 13 Episoden mystischen Geistern und Dämonen den Garaus zu machen.

Die Chemnie zwischen den beiden Hauptdarstellern Tom Mison und Nicole Beharie stimmt perfekt und so macht es Spaß den beiden bei der Dämonenjagd zuzusehen und immer mehr Puzzleteile des Staffelumspannenden Handlungsbogen zu entdecken.  Wer sich spoilern lassen  möchte, dem sei Vultures Liste Every Time Ichabod Is Confused By Modern Life on Sleepy Hollow ans Herz gelegt.

Stand-up Comedy – John Mulaney

Es ist ja schon irgendwie Klischee deutsche Stand-up Comedy irgendwie doof zu finden. Ich rede nicht von Volker Pispers, Rainald Grebe etc., die sich ja irgendwie mehr als Kabarettisten verstehen (auch wieder nur Deutschland kann einen Unterschied zwischen Kabarett und Comedy machen). Aber es gibt ja immer noch das Ausland (yay!). Und da gibt es John Mulaney, Amerikaner, Ende 20, lustig. Sein Programm New In Town gibt’s nicht nur auf Netflix, sondern auch auf YouTube. Es funktioniert ganz ohne alberne Verkleidung (siehste Cindy aus Marzahn!), ohne abgenutzte Klischees (siehste Mario Barth!) und ohne Stimme verstellen und über die Bühne hampeln (siehste Michael Mittermeier!).

Und das ganze jetzt nochmal ohne Zynismus: John Mulaney ist lustig. Guckt ihn euch an. Ich hab auch beim zweiten Mal noch gelacht.

Vielleicht wird ja auf dem Prokrastinations-Guide eine ganze Reihe. Mal sehen. Ich werde mal die Sachen sammeln, die ich mit im Internet angucke, wenn ich eigentlich andere Sachen machen müsste. (Nee, jetzt aber mal ernsthaft: Stay in school, kids!)

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