Archive | Dezember 2013

The beauty of awkwardness in television

Yesterday I wished somebody a happy birthday. With all my heart, I hugged him and  felt sorry that I didn’t know it was his birthday. Only thing is, it wasn’t his birthday at all and so I made a fool of myself. I could have been angry at him for misleading me this way or  laughing it away for the silly thing that it was (which I did). But underneath I felt something that seems to be a key ingredient for comedy nowadays: Embarrasment and Awkwardness.

So it got me thinking about our masochistic delight in feeling embarressment and shame for the misbehaviour/pain of someone else. In Germany we have the perfect word for this feeling, Fremdschämen, which is an equally spot on description of a feeling as Schadenfreunde and Weltschmerz (praise our compound nouns!) are. But where Schadenfreude benefits from its inherent feeling of superiority over the subject we’re laughing at, it’s the opposing element of empathy that makes the sensation Fremdschämen not a very pleasant one by default. So why is it that comedies including one of the most exported comedies in recent years (The Office) is presmised on the general cringeworthyness we feel for the protagonists?

„Comedy is tragedy plus time“

Whoever said the quote above, hits the nail right on the head. We’ll laugh about it later probably is one of the most used consolation phrases. And it’s true, every mistake can turn out to be a hilarious anecdote in retrospect. Remember the time I called my teacher mommy in class? Remember when I mistook that stranger for a dear friend and greeted him inappropriately? Time doesn’t make the awkward feeling go away when you recall the events even if it happened to someone else but it eases the immediacy of the pain and makes it funny. We’ve all been in those situations so we can all empathize with them if they happen to someone else. In television it’s a little different, I think. Awkwardness is only funny as long as long as the protagonist isn’t aware of the fact that he’s or she’s making a complete fool of him-/herself. The sadness and loneliness underneath redeems characters like David Brent, Stuart Pritchard and Bernd Stromberg who otherwise would be total dicks. They are unaware that they are in fact lonely , incompetent,  inappropriate and embaressing. You feel for them because you know they’re lonely and sad deep inside and laugh because they don’t know it.

In Hello Ladies Stuart, played by Stephen Merchant, is constantly trying to get laid with women who are clearly out of his league. Or as Wikipedia put it more romantically: „It stars Merchant as an Englishman looking for love in modern Los Angeles“. His self-perception is off the charts and he is embaressing himself so much that I literally had to cover my eyes (though ears would be the more appropriate solution) while watching. Just like a good horror movie. It’s in those rare moments where he rides home alone or is his charming self around his friend Jessica when you start forgiving his delusions. If he knew he was a screwup we’d have depressing Leaving Las Vegas and not a comedy. Stuart’s undaunted enthusiasm makes it a comedy. so you could argue that not only comedy = tragedy + time but also comedy = tragedy + oblivion.

The bottom line is, to feel awkward for another human being, fictional or not, “ is to have a more intense awareness of the presence of others, to see as if from a distance the rules and relationships that bind us together or keep us apart.“  (Cutterham) Isn’t that beautiful?

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Mein Serienjahr 2013

Nach den Filmen des Jahres 2013 folgen die Serien des Jahres 2013. Gebt nicht mir die Schuld für noch einen weiteren Jahresrückblick, sondern dem auslaufenden Jahr 2013 oder der Gesellschaft. Es ist ja schon irgendwie merkwürdig, dass wir jedesmal die Zeit zusammenfassen, die ein großer Erdklumpen braucht, um seine Runde um einen noch größeren Klumpen aus Energie zu vollenden. Aber sei’s drum, das war mein Serienjahr 2013

Bestes Serienende des Jahres

Ohne Frage, das beste und befriedigendste Serienende 2013 war das von Breaking Bad. Zudem wurde ich mit Los Pollos Hermanos und anderen Leckereien verköstigt, während ich die letzten 60 Minuten auf einer Leinwand in einer Waschanlage sehen durfte.

Ärgerlichstes Serienende des Jahres

Was so unglaublich spannend, verstörend und einzigartig begann, endete in einem großen Desaster: Dexter. Dabei beziehe ich mich nicht auf das Finale. Das habe ich aus Desinteresse noch nicht einmal gesehen. Die meisten Folgen der unterirdisch unambitionierten achten Staffel haben schon gereicht, um mich am Geisteszustand des Senders Showtime und Dexters Autoren  zweifeln zu lassen. Ich bin überrascht, dass es noch kein YouTube Video „Dexter states the obvious“ gibt.

Besser-Spät-Als-Nie-Serienentdeckung des Jahres

Auf meiner To-watch Liste stand sie schon länger. Mir endlich zur Gemüte geführt, habe ich sie mir allerdings erst im Spätsommer 2013. Die Rede ist von the one and only: Sherlock. Worte können diese Perfektion aus Drehbuch, Schauspiel und Look kaum beschreiben. Vergsset Guy Ritchie’s Sherlock Homes, vergesst Elementary (obwohl ich die nie gesehen habe), und preiset Benedict Cumberbatch, Martin Freeman aber nicht zuletzt Steven Moffat und Mark Gatiss für sechs mal 90 Minuten Spaß und Spannung. Alle Sherlock PR-Texter Angebote für mich bitte an @maximahls.

Für alle, die diese Entdeckung schon vor drei Jahren gemacht haben der aktuelle Series 3 Trailer:

Größter Lachflash des Jahres

Es MUSS einfach irgendetwas aus The IT Crowd gewesen sein. Keine andere Serie bescherte mir dieses Jahr mehr Lachflashes. Exemplarisch dafür steht die Folge Are We Not Men? aus der zweiten Staffel. Da Roy und Moss (genauso wie ich ich) nichts von Fußball verstehen, behelfen sie sich mit typischen Fußballsprüchen von http://www.bluffball.co.uk (leider gibt es die Seite nicht wirklich) um in jeder Fußballdiskusion zu bestehen. „Did you see that ludicrous display last night?“

Beste neue Serie des Jahres

Auf der einen Seite fällt es mir überhaupt nicht schwer den Gewinner zu nennen. Auf der anderen Seite habe ich aber das Gefühl irgendetwas Tolles dieses Jahr verpasst zu haben oder bei manchen Serien nicht lange genug am Ball geblieben zu sein. Hello Ladies war vielversprechend und sehenswert, Sleepy Hollow war auch echt unterhaltsam und Masters of Sex wäre längst nicht so gut, gäbe es nicht Michael Sheen und Lizzy Caplan (und Caitlin Fitzgerald). Tatsächlich konnte mich aber nur eine neue Serie so sehr begeistern, dass ich voller Erwartung auf die bald startende zweite Staffel blicke: Orphan Black. Science Fiction at its best.

Offenbarung des Jahres

Wie Aladdin, der „A Whole New World“ singend auf seinem fliegenden Teppich über den Wolken reitet, fühle ich mich angesichts der neuen Welt, die ich 2013 entdeckte. Gleichzeitig erfüllt es mich auch etwas mich Scham, dass ich das Fernswehprogramm EINES GANZEN LANDES nie beachtet hatte. Sherlock war quasi die Eintrittskarte in die BBC. Spaced, The IT Crowd, Red Dwarf, Black Books, My Life in Film, The Hour, Broadchurch, ja sogar Doctor Who habe ich mir dieses Jahr erstmals zu Gemüte geführt. Wahrscheinlich habe ich diese Serien jahrelang zu Unrecht verschmäht, weil viele zugegeben einfach nicht sehr gut aussehen mit ihrem antiquierten Videolook. Das hat sich in den letzten Jahren glücklicherweise geändert und nun steht mir nichts mehr im Weg auch The Fall, Luther, und Peaky Blinders irgendwann zu sehen.

Beste Comedyserie des Jahres

Ja, diese Kategorie habe ich einzig und allein deswegen erfunden, um noch einmal 30 Rock zu würdigen. Das Serienfinale fand im Januar 2013 statt, deswegen ist das kein Cheating. Auch wenn ich in der sechsten Staffel eine How I Met Your Mother-ähnliche Verdrossenheit spürte (habe HIMYM in der letzten Staffel abgebrochen), nahm die siebte Staffel noch einmal Fahrt auf und schenkte uns ein grandioses Serienfinale inklusive der wahrscheinlich besten Musical Nummer in einer Sitcom (sorry Community):

Jenna Maroney sings Rural Juror – 30 Rock Finale

Schlechteste Comedyserie des Jahres

In jedem anderen Jahr würde diese Serie sicherlich in der Kategorie „Beste“ auftauchen. Aber nicht dieses Mal. Sorry Community, deine vierte Staffel war ein schlechter Abklatsch von Staffel 1-3, streckenweise uninspiriert, unlustig und oft peinlich. Das Community-Fangirl in mir war sehr enttäuscht. Aber der Trailer für die fünfte Staffel gibt Anlass zur Hoffnung. All Hail Dan Harmon!

Achtung, sehr spoilerlastig:

Gurken des Jahres 2013

Gurke, die [Substantiv]: Ein Film, der es schafft in Inhalt, Optik und/oder schauspielerischer Leistung dermaßen zu enttäuschen, dass er nur in Analogie zu dem bekannten grünen Kürbisgewächs stehen kann. No offense, Gurke, no offense.

Ohne Umschweife kommen wir nun also zu den Bottom 5 of 2013…oder auch die 5 Gurken des Jahres.

05. Platz Die Unfassbaren (Now You See Me)

NOW YOU SEE ME

Produzent: Wow, tolles Ende, aber ergibt es Sinn?
Autor: Nein, nichts ergibt Sinn. Aber darum geht es auch nicht. Es geh darum, Ässer aus dem Ärmel zu ziehen. Je mehr, desto besser!
Produzent: Hmm, ergibt Sinn. Aber wie machen wir glaubhaft, dass Mark Ruffalo alles selbst inszeniert hat?
Autor: Keine Sorge. Fügt am Ende einfach eine Montage ein, mit Mark Ruffalo an Orten des Geschehens. Total befriedigend!

04. Platz Jugface

Modern Distributors

Modern Distributors

Hinterwäldler müssen einer Grube voll Schlamm von Zeit zu Zeit einen Menschen opfern, damit sie (also die Grube) sich nicht wahhlos irgendjemanden holt. Klingt nach trashigem Spaß. Allerdings nimmt sich Jugface dazu viel zu ernst und dauert auch viel zu lange. Richtig Gruselstimmung kommt nicht auf, höchstens Verstörung ob der inzestuösen Waldbewohner. [Gesehen auf dem Fantasy Filmfest 2013]

03. Platz The Hangover Part 3

Warner Bros.

Warner Bros.

Wenn man The Hangover Part 3 als actiongeladenen Heist/Detective-Movie betrachtet, wird man sogar ganz okay unterhalten. Tragischerweise sollte er die Komödie des Sommers werden. Der einzige Witz beruht allerdings darauf wie nervig und schrullig Allan ist. Außerdem hat im gesamten Film niemand ein Hangover. More like…handover…you know…hand it over to the trash, Amirite?….ach vergesst es.

02. Platz Carrie

Sony Pictures Releasing

Sony Pictures Releasing

Über meine „Fazialpalmierung“ über Carrie konntet ihr hier  schon ausführlich lesen. Deswegen möchte ich mich nur kurz selbst zitieren: „Der Film hat keine echten Menschen, nur Stereotype.“ Außerdem ist er weder spannend noch gruselig.

01. Platz Die fantastische Welt von Oz (Oz: The Great and Powerful)

Walt Disney Studios Home Entertainment

Walt Disney Studios Home Entertainment

Der verdiente Platz Eins geht an Die fantastische Welt von Oz als ambitioniertes aber gnadenlos gescheitertes CGI-Feuerwerk. Ich konnte die Präsenz des Greenscreen in jeder Sekunde spüren. Überbordende Farben und Fabelwesen reißen mich leider nicht mehr vom Hocker. Das wäre allerdings noch in Ordnung, wenn wenigstens die Handlung Hand und Fuß gehabt hätte. Ja klar, Oz geht story- und humortechnisch vielleicht noch als primitiver Kinderfilm durch, aber mehr auch nicht. Außerdem war James Franco phänomenal schlecht. Ein Heath Ledger für Arme, wenn man so will

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Sobald ich am Montag Der Hobbit: Smaugs Einöde gesehen und eingeordnet habe, folgen die Top 10 der Filme 2013

The Hunger Games: Catching Fire – Review

Let’s have a little experiment, shall we? Ventures into the English language with The Televisioner. Bear with me…

One might easily leap to the conclusion that The Hunger Games: Catching Fire is a well executed setup for the real deal that is going to happen in Mockingjay 1 and 2. When the last frame of the movie fades to black, I (and several other people in the crowded audience) exhaled in a way that could only mean one thing: „That’s it already?!“ – after 2,5 hours. In words: After Two and a freaking half hours! So what is it that made time fly by faster than Katniss‘ arrow? Is it the notion that nothing really happend? That everything felt like an epic prologue that could have been told in 30 minutes? Or is it because it was a highly entertaining ride hitting all the right notes and making the audience forget that time even exists? Well, I lean heavily towards the latter.

When director Francis Lawrence praised his focus on the love triangle between Katniss, Peeta and Gail and expressed his love for the CG-monkey business (via moviepilot) I went instantly into a familiar boycott-Twilight-mode. The relationshippy stuff in the first  installment was my least favourite part. Moreover, I didn’t really know what to make of that Peeta character. So the prospect of a whole lot of „Peetniss“ wasn’t really appealing. The on-camera love affair anglem though, was oddly intriguing. Ambivalent feelings here. But after seeing Catching Fire my prejudices vanished into thin air. First of all my view on Peeta changed completely. I wouldn’t so much credit Josh Hutcherson but the better writing and overall characterisation of Peeta Mellark. Over the course of the movie I came to appreciate Peeta as one of the few inherently good people in a world where everyone is somehow corrupted, disillusioned or broken by the system. Katniss spends a good portion of the movie crying and getting more and more crushed by every act of cruelty by the Capitol. And thanks to Jennifer Lawrence I cried with her after olny 15 minutes into the movie. She sold every single emotion effortlessly. At one point (I’m not going to say which) Katniss‘ facial expressions change from helpless disgust for and fear of the Capitol into pure rage igniting her inner fire. Thus capturing the movie title in one single frame.

Catching Fire in a nutshell is the process of, well, catching fire and setting the scene for the next chapter. For Mockingjay 1 & 2 to succeed there need to be high stakes. There need to be people you don’t want to see failing. There needs to be a realistic universe and a believably malicious adversary. Catching Fire achieves all that while still being suspenseful and surprising. I don’t want to throw around powerful words like Lord of  the Rings but Catching Fire arrives at a similar meaningfulness when the credits start to roll.

Needless to say that Philip Seymour Hoffman makes a crazy good ambiguous Head Gamemaker, Woody Harrelson’s hair is still irritating and Donald Sutherland’s eyes are still creepy as fuck. I don’t see the Hemsworth brothers‘ appeal at all, though. But that’s my bad, I guess.