Bully macht (einen Haufen Kohle mit) Buddy

Heute Abend startet auf ProSieben die neue Serie von Bully, Bully macht Buddy. Das Besondere: Es handelt sich um eine klassische Sitcom nach bewehrter Formel: Multi-Camera und ein begeistertes Publikum, das lacht, wenn etwas lustig gemeint ist. Ich entscheide bei Bully normalerweise zu Gusten des Angeklagten…also für Bully. Ich habe da eine nostalgische Schwäche für Der Schuh des Manitu, lache noch heute über manche Sketche aus der Bullyparade („Gustav, Gus Gustav“) und habe Bully insgeheim immer für den deutschen Mike Myers gehalten (hauptsächlich aus optischen Gründen). Im Kino war für mich allerdings mit Traumschiff Surprise Schluss mit lustig und der eingangs erwähnte Zweifel wurde zunehmend mit Beweisen verfestigt.

Trotzdem möchte ich immernoch glauben, dass er es drauf hat, doch noch die deutsche Mainstream-Comedy zu retten. Vorneweg, ich glaube nicht, dass man eingespielte Lacher braucht, um zu markieren, dass etwas lustig ist. Das Drehbuch sollte das auch ohne diese Stützräder schaffen. Wenn überhaupt, lenkt mich das gröhlende Publikum eher ab. (Tipp: Guckt euch eine Folge Two and a half men an und achtet mal nur darauf, wann das Publikum lacht. Das offenbart ganz gut den tatsächlichen Witzgehalt). Ich war aus diesem Grund über den ersten Teaser-Trailer recht erschrocken. Als Parodie der Sitcomformel inklusive ihrer grellen Ausleuchtung, flachen Witze und ihres hysterischen Publikums, würde es sogar funktionieren. Nur leider versucht hier niemand die Sitcom zu parodieren. Ich fürchte Bully nimmt das Format ziemlich ernst (so ernst wie man ein Comedyprogramm eben nehmen kann).

Scrubs illustierte das auch ganz gut:

Ein weiterer Fakt, der mir sauer aufstößt ist die Prämisse. Bully erlebt das alltäglich Chaos während der Produktion seines Films Buddy. Und wie es der Zufall will, startet nach der ersten Staffel direkt der thematisierte Film in den Kinos. Besseres Marketing für a) ProSieben und b) Bully kann es kaum geben. Eine symbiotische Beziehung, bei der ich mich als Zuschauer latent veralbert fühle. So bin ich mir sicher, dass nie geplant war, aus der Bully-Sitcom etwas zu machen, was über die ersten 6 Folgen hinaus existieren kann. Aus der Chance das schlecht aufgestellte Sitcom-Genre in Deutschland zu beleben, wurde eine kalkulierte Marketingkampagne. Natürlich kann das ganze auch nach hinten losgehen. Wer hat schon lust Geld für einen Film auszugeben, dessen einleitende Sitcom schon kaum die Speicherkarten wert ist, auf der sie gedreht wurde?

Da ich aber lernfähig bin, nutze ich die Taktik gleich für meinen eigenen Twitteraccount. Seht diesen Blogeintrag also als hinführendes Vehikel um meine Tirade an Livetweets zur ersten Folge zu promoten. #bullymachtbuddy. Wenn Bully macht Buddy dann wider erwarten doch lustig sein sollte, will ich nichts gesagt haben. Obwohl ich recht skeptisch bin, wenn es mich allein schon beim Schreiben des dummen Titels innerlich schüttelt. Bully macht Buddy…wuahhh…Bully macht Buddy….iehhhh…

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