What goes around…comes around im Blogbumerang

Der Anteil an Blogstöckchentexten an meinem gesamten Blog beträgt im Moment etwa 50%. Den ersten schrieb ich vor einer Woche und gab ihn unter anderen an Der Tiede weiter. Daraus wurde eine kreisrunde Kettenreaktion, wegen der ich nun wieder an der Reihe bin. Ein Blogbumerang sozusagen, what goes around, comes around. Wenn das so weitergeht, sollte ich mein Blog in RandomShitAboutMyself.wordpress.com umbenennen (aber die Funktion erfüllt ja eigentlich schon Twitter).  Die Fragen von Markus sind eigentlich ganz cool. Wann hat man schon die Chance sich Gedanken über schlechte Witze und wahre Facebookfreunde zu machen? Eben. Deswegen geht’s jetzt los.

1. Hast du Rechtschreibfehler in meinem Text gefunden?

Nein. (Das war einfach. Nächste Frage, bitte!)

2. Erzähle die langweiligste Geschichte der letzten Wochen möglichst detailliert! Scheue dich nicht, belanglose Einzelheiten einfließen zu lassen. (Inspiriert* von Christopher Gaube, *geklaut)

Gestern ist mir was passiert. Ich wollte wieder von Berlin zurück nach Mittweida fahren. Berlin ist die deutsche Hauptstadt. Mittweida…nun ja…nicht. Um der Stadt, in der ich drei Monate lebte, nun den Rücken zu kehren, musste ich zuallererst den Koffer packen. Der stand fest auf dem Fußboden, umringt von allerlei Klamotten, Hygieneartikel und Müll. Den Müll würde ich allerdings nicht einpacken, dachte ich mir. Als ich den braunen Koffer, der jede Gepäckwaage eines Flughafens gesprengt hätte, schloss (Der friedlichste Satz, in dem die Wörter Gepäck, Flughafen und gesprengt in einem Satz vorkommen. Eat this, NSA!), fiel mir auf, dass mein Auto zu weit von meiner Wohnung entfernt parkte. Zu Fuß hätte ich es niemals geschafft, die zwei Taschen und den Tonnen schweren Koffer dorthin zu schleppen. Also zog ich zunächst ohne Gepäck los, um das Auto umzuparken. Ich lief vorbei an der U-Bahn Station Neu-Westend und dem Dönerladen mit dem freundlichen Verkäufer, der für einen Dürüm mit Soße gerne mal 20 Ct. mehr verlangt als es seine Kunde erwartet hätten. Ich lief die herbstliche Straße immer weiter hinab und warf noch einen letzten Blick auf Apotheken, Optiker und Friseure, die es in jener Straße zu Hauf gibt. An meinem Auto angekommen, musste ich mit Erschrecken feststellen, dass der Becher mit Multivitaminmolke, den ich mir drei Tage zuvor in einem REWE Supermarkt gekauft hatte, noch immer im Getränkehalter steckte! Aber kein Problem, ich nahm ihn, warf einen letzten Blick auf die orangene Flüssigkeit und warf ihn in den nächstgelegenen Mülleimer. Dann konnte es losgehen. Ich setzte mich auf den Sitz, der laut meinem Bruder viel zu nah am Lenkrad eingestellt war. ich würde beim Fahren wie Mister Bean aussehen, sagte er. Darüber schmnunzelnd rückte ich den Sitz etwas weiter weg, startete den Wagen und legte den Rückwärtsgang ein. Doch was war das!? Ein großer dunkler Wagen, der neben mir parkte, versperrte mit die Sicht auf die Straße! Ich musste also warten bis die Ampel irgendwann rot wurde und keine Autos mehr an mir vorbeirauschten. Da die Parkplatzsituation nicht die beste ist, hatte ich auch etwas Angst, keinen Parkplatz in der Nähe der Wohnung zu finden. Doch zu meinem Glück war direkt vor der Haustür ein Platz frei, der so groß war, dass auch ich mit meinen Frauenklischee erfüllenden Parkkünsten ohne Probleme einparken konnte. Ich holte meinen Koffer mit Hilfe meiner Cousine aus der Wohnung. Als alles verstaut war, stellte ich fest, dass ich meine Schuhe in der Wohnung vergessen hatte. Meine Cousine bot mir an, sie für mich zu holen. Ich akzeptierte dankend. Als sie mit den dreckigen Chucks und den klobigen gelben Winterschuhen wiederkam, verabschiedeten wir uns und ich konnte mit der untergehenden Sonne im Rücken endlich nach Mittweida aufbrechen.

3. Wenn du nur etwas mehr Eier in der Hose hättest, in welcher Situation hättest du anders reagiert? Bzw. warst du in einer Situation in letzter Zeit mal nicht selbstbewusst genug, etwas zu sagen oder zu tun?

Diese Frage kommt mir ein bisschen so vor wie die kleine, auf die jüngste Vergangenheit bezogene Version von „Bereust du etwas in deinem Leben?“.  Könntet ihr mich sehen, würdet ihr beobachten können, wie ich mit ausdruckslosem Gesicht an die weiße Wand starre. Öhmmmm…ähhmmm…mehr Eier…mmmhh Eier…Spiegelei…lecker. Ich bin weiß Gott niemand, der immer selbstbewusst genug ist und jede Situation cool und souverän löst. Aber mir fällt auch jetzt keine nette Anekdote meines eiertechnischen Versagens ein. Oh, vielleicht eine Sache. Ich hätte gerne den einen Kinoticket Verkäufer in Berlin angesprochen, mich aber natürlich nicht getraut.

4. Wenn du für nur einen Tag das andere Geschlecht hättest, was meinst du, würde dich direkt nerven? (Als Typ zum Beispiel die Regel)

An biologischen und anatomischen Verpflichtungen des Mann-Seins würde mich nur der Stimmbruch nerven. Ich habe keine Ahnung wie sich das anfühlt, aber ich stelle mir vor, weniger Kontrolle über die eigene Stimme zu haben., was eine ziemlich nervige Angelegenheit wäre.

5. Schreibe den schlechtesten Witz aller Zeiten nieder und sei dabei nackt! (im ernst, ich kontrolliere das)

Also. Haltet euch fest, jetzt kommt ein echter Knaller. Also. Ähm. Kommt ein Mann in eine…nee, kommt ein Pfernd in eine Bar. Nee anders. Kommt ein Mann, ein Pferd, ein Schotte und ein Chinese in eine Bar. Also der erste Mann ist Deutscher, das hatte ich vergessen zu sagen. Also nochmal. Kommt ein Deutscher, ein Schotte, ein Chinese und ein Pfernd in eine Bar.  Dreht sich der Barkeeper um und fragt: „Was ist das? Soll das ein Witz sein?“

6. Welche Internetseite besuchst du regelmäßig und warum hat sie einen besonderen Mehrwert für dich? Eine Seite, die vll noch nicht jeder kennt wäre super.

Ihr kennt das sicherlich auch. Man guckt einen Film oder eine Serie und es passiert irgendetwas, was man so schon 1000 Mal gesehen hat. Zum Beispiel ein Paar sucht eine Namme für ihr Neugeborenes Kind. Und dann folgt eine Montage von verschiedenen unpassenden Nannys. Und die Kamera hält auf die ausdruckslosen und erschöpften Gesichter der Eltern darauf. TVTropes.org ist eine Art Wiki, die all diese Versatzstücke aus Filmen, Serien, Videospielen, Büchern etc. sammelt und mit Beispielen unterlegt. Da schlag ich öfter nach, wenn mir so etwas auffällt oder ich mich über die ganzen Tropes amüsieren will.

7. Wenn du bei Facebook wirklich nur die Leute als Freunde hättest, die dir auch beim Umzug von der 4. in die 6. Etage ohne Aufzug inklusive Kühlschrank, Waschmaschine und Geschirrspüler helfen würden, wie viele Facebook-Freunde hättest du dann noch?

Kühlschrank, Waschmaschine und Geschirrspüler! Wann das die Kriterien sind, nach denen ich Freunde bei Facebook aussortieren müsste, müsste ich mich zuerst selbst löschen. Ich würde es nicht im Leben schaffen irgendetwas davon auch nur einen Zentimeter zu verrücken. Viele andere Freunde sind zwar stärker als ich, aber zuzumuten ist das kaum jemandem.  Aber abgesehen von der Fähigkeit besagte Dinge zwei Etagen höher zu tragen, blieben in der Kategorie Wille sicherlich genug Leute übrig. Eine Feldstudie dieser Frage wird spätestens nächstes Jahr stattfinden müssen. SAVE THE DATE!

8. Sollte dies dein erster Blogeintrag sein, warum hast du nicht vorher damit angefangen? Meinst du, du wirst nach diesem noch weitere Einträge schreiben? Sollte das nicht dein erster Blogeintrag sein, erzähle einfach noch einen Witz.

Was ist der unterschied zwischen einem Kamel und einer Klobürste?

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Das Kamel scheißt in die Wünste und die Klobürste wüstet in der Scheiße.

9. Von welchem Menschen würdest du dir wünschen, dass er einen Blog anfängt?

Das Blogstöckchen von so vielen Leuten zu lesen, hat schon echt Spaß gemacht. Gerne mehr von Markus und Tina, als Nie- und Seltenblogger.

10. Welche Person, die du nur aus dem Netz kennst, hat dich in irgendeiner Form positiv beeinflusst? Würdest du sie gern mal kennenlernen wollen?

Holgi und Tim unterhalten mit regelmäßig in ihrem NSFW-Podcast, zeigen mit Memes, Quatsch aus dem Internet und klären mich über albernen Hokuspokus Esoterik-Kram auf. Einer der wenigen Blogs, die ich lese, ist Hermsfarm, der mich immer bestens unterhält und  mich vielleicht dazu inspiriert, irgendwann eine eigene Stimme zu finden. Im Sinne von, einen eigenen Schreibstil.  Aber um es mit Troys Worten zu sagen: „You can’t disappont a picture!“ (respektive Blog und Podccast). Deswegen will ich die Leute vielleicht gar nicht treffen.

Troy

Da ich ja schon dran war mit einem Blogstöckchen werde ich diesen Flussarm an dieser Stelle austrocknen lassen. Außerdem wüsste ich nicht, an wen ich den Stab weitergeben könnte. Jetzt höre ich auch sofort mit diesem Eintrag auf, da mich dieses .gif gerade unglaublich irre im Kopf macht.

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4 responses to “What goes around…comes around im Blogbumerang”

  1. Micha says :

    So, genug kennengelernt. Nicht, dass es nicht interessant wäre, dich näher kennen zu lernen. Aber ich habe nun gelernt, dich wieder erkennen zu können. Ich möchte nur mehr Film und Popkultur 🙂 Nicht böse gemeint.

  2. holgerklose says :

    der letzte Absatz war echt schwer zu lesen weegen dem gif 😀

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  1. Das Random-Blogstöckchen über Gott und die Welt | Lieblinsfehler - Dezember 2, 2013

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